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Presse
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Ein Musical aus eigener Hand

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RP) Das St.-Wolfhelm-Gymnasium Waldniel ist auf der Jagd nach dem goldenen Notizbuch. 200 Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Thomas Gelnar und anderen Lehrern an der Musical-Aufführung im Januar.

 

Eine kleine Kostprobe des selbst geschriebenen Musicals gaben die Schülerinnen und Schüler des Wolfhelm-Gymnasiums. Die Proben haben begonnen, an den Kulissen wird gearbeitet. RP-Foto: Franz-Heinrich Busch

 

Schüler und Lehrer werfen sich fragende Blicke zu. "Dürfen wir das eigentlich verraten", fragt Karsten Krämer. So ganz sicher ist sich sein Lehrer Thomas Gelnar nicht. Doch ein klein wenig Appetit wollen sie schon machen. Stückchen für Stückchen sickern kleine Fetzen durch, denn so ein goldenes Notizbuch birgt viele Geheimnisse. Lösungen für Klassenarbeiten beispielsweise. Natürlich sind diese wertvollen Informationen bei den Schülern heiß begehrt. Doch die Lehrer wollen verhindern, dass diese Daten in Schülerhände fallen. Und so entspinnt sich eine wilde musikalische Jagd nach dem goldenen Notizbuch. Durchs Gymnasium und über die ganze Welt. "Mehr dürfen wir wirklich nicht verraten", sagt Thomas Gelnar.   

 

AG Kreatives Schreiben

 

2007 hat alles angefangen. Auf Anregung von Nina Lobmeyr, der Leiterin des Kinderchores, befassten sich die Schülerinnen und Schüler der AG Kreatives Schreiben damit, ein Musical zu schreiben. Fabienne Küppers (17) war von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme: "Wir haben Ideen gesammelt. Die Musik ausgesucht und geprüft, ob man das singen oder spielen kann, und dann haben wir den Text geschrieben." Von jedem sei etwas eingeflossen, erinnert sich die Schülerin, die das Musical seitdem nicht mehr loslässt. "In der AG waren wir ungefähr zehn Leute von der sechsten bis zu zehnten Klasse. Fast jeder hat versucht, hinterher auch mit auf die Bühne zu kommen und eine Rolle zu ergattern." Fabienne Küppers spielt zwei kleine Rollen, singt im Chor und baut an der Kulisse. Karsten Krämer hat den Vogel abgeschossen. Er darf in einer der Hauptrollen seinen Lehrer Thomas Gelnar spielen: "Es ist schön, ein anderes Charakterbild zu belegen, als das, was ich bevorzuge", erklärt der 17-Jährige mit einem viel sagenden Lächeln.

 

Die Schüler sind in vielen Punkten gefordert. Sebastian Schnitzler spielt Schlagzeug: "Dort, wo was anliegt. Der Spaß steht für uns an oberster Stelle. Die Lehrer verteilen die Arbeit." Und da fällt eine ganze Menge an. Thomas Gelnar und Angela Teubner begleiten die Kulisse AG, Stephanie von Moltke die Theater AG, Nina Lobmeyr den Kinderchor und den Lehrerchor, Heike und Robert Prins das Orchester, dazu kümmert sich Prins um Jazzcombo und Bläserkreis, Sabina Biermann übt mit dem Oberstufenchor, Brigitte Hohner arbeitet mit Schülern an der Veranstaltungstechnik. Außerdem müssen die Kostüme gemacht werden. So engagieren sich rund 200 Schüler freiwillig und nach Unterrichtsschluss in diesem Großprojekt. Bis Januar haben die Kinder und Jugendlichen noch Zeit, bis dahin proben die einzelnen Gruppen separat für sich.

 

 

Quelle: www.rp-online.de


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